Samstag, 4. Juni 2016


   #EinAutorundIch

                       heute mit 

                        Hawa Mansaray





Hawa ist eine neue Autorin, die im Oktober ihren Debütroman "Malakhim - Engelserwachen" im Talawah Verlag veröffentlichen wird. Das war natürlich ein Grund, sich diese junge, liebenswerte Frau genauer anzusehen und ich hoffe, ihr habt dabei genauso viel Freude wie ich. Also viel Spaß!!


1. Hallo, Hawa. Wie geht es dir?
Mir geht es prima, danke der Nachfrage. Nur das Wetter macht mir ein wenig zu schaffen, da ich wetterfühlig bin. An einem Tag kühle Regenschauer, am nächsten plötzlich wieder warm. Mit Temperaturschwankungen kommt mein Körper oft nicht mit. Aber ich freue mich sehr, das Interview mit dir führen zu dürfen „slightsmile“-Emoticon

2. Oh das kenne ich nur zu gut. Mein Körper kommt damit auch oft nicht zurecht. :) Du kommst ja aus Sierra Leone; seit wann lebst du denn in Deutschland und wann bist du hergekommen?
Ich war damals ein Baby, noch nicht mal zwei Jahre alt, als meine Mutter, meine ältere Schwester und ich uns in den Flieger setzten und nach Deutschland kamen. Das war das Jahr 1994. Mein Vater arbeitete als Hilfsarbeiter in Deutschland und wollte uns bei sich haben. Der Hauptgrund, warum wir nach Deutschland auswanderten, war jedoch der, dass sich die Lage in unserem Land immer mehr zuspitzte und mein Vater unser Leben durch den Bürgerkrieg gefährdet sah.

3. Oh man, solche Geschichten sind immer wieder traurig. Umso mehr freu ich mich, dass ihr jetzt hier seid und hier ein tolles Leben führen könnt. Was machst du denn jetzt beruflich?
Bevor ich meine Ausbildung zur Fremdsprachenkorrespondentin begann, war ich in der Krankenpflege tätig.

4. Das sind ja sehr verschieden Tätigkeiten, wobei ich vor allen Menschen, die in der Krankenpflege arbeiten, großen Respekt habe. Wie kam es dann dazu, dass du schreiben wolltest?
Alles fing mit dem Lesen an. Da ich als Kind schrecklich schüchtern und kontaktscheu war und demzufolge kaum Freunde besaß, beschäftigte ich mich gern mit Büchern. Insbesondere die Märchen von Hans-Christian Andersen und die der Gebrüder Grimm begeisterten mich. Später wurden es die Internatsgeschichten von Enid Blyton und R. L. Stine's Gänsehaut Reihe. Irgendwann wuchs in mir der Drang, eigene Märchen zu verfassen. Seitdem kann ich mir ein Leben ohne das Schreiben nicht vorstellen.

5. Ich denke, die Gebrüder Grimm haben die meisten von uns geliebt und tun es immer noch :) Wie bist du auf die Idee für dein Buch gekommen?
Meine Schwestern waren es, die mich praktisch dazu drängten, mein Buchprojekt „Malakhim – Engelserwachen“, das ich bereits mit fünfzehn Jahren geschrieben hatte, neu zu überarbeiten und an Verlage zu schicken. Aber erst, nachdem eine gute Freundin von mir ihr Fantasy Buch veröffentlicht hatte, gab ich mir einen Ruck und machte mich an die Überarbeitung, um Monate später Verlage zu kontaktieren.

6. Wow, mit 15 Jahren hast du das Buch schon geschrieben. Respekt!! Und Glückwunsch, dass das tatsächlich so schnell geklappt hat. Wann bist du am Kreativsten?
Ich habe keine bestimmte Uhrzeit. Die Muse kommt zu jeder Tages- oder Nachtzeit. Meistens schreibe ich nachmittags oder am frühen Abend. Ich schließe mich einfach in mein Zimmer ein oder gehe raus an die frische Luft, setze mich auf eine Bank im Park mit den Kopfhörern im Ohr und lasse meiner Fantasie freien Lauf. Lieder, die ich während des Schreibens gerne höre, sind die von Lindsey Stirling.

7. Das habe ich jetzt schon öfter gehört, dass die Ideen einen einfach so überfallen ;) Was erwartet uns in deinem Buch?
Neben viel Action, Spannung und ein bisschen Tiefgründigkeit, erwartet euch eine geballte Portion Fantasie und eine Prise Liebe.
Mir ist wichtig, dass alle meine Geschichten den Leser zum Nachdenken anregen und eine bestimmte Botschaft vermitteln. Toll wäre, wenn der Leser mein Buch beendet und noch Tage später daran denkt.


8. Das klingt nach einer Geschichte nach meinem Geschmack. Eine tolle Mischung, aus allem was man braucht. War es schwer, einen Verlag zu finden?
Ich hatte insgesamt nur drei Verlage angeschrieben, ohne Hoffnung, überhaupt eine Rückmeldung zu erhalten. Ich bin ein ziemlich unsicherer und vor allem selbstkritischer Mensch und war felsenfest davon überzeugt, dass meine Geschichte den Verlagen nicht gefallen würde. Meinen Geschwistern und Freunden war es zu verdanken, dass ich diesen Schritt überhaupt wagte.
Als Norman Doderer, der Verleger des Talawah Verlags auf mein Anschreiben antwortete und nach meinem gesamten Manuskript verlangte, glaubte ich zu träumen. Norman ließ mich zwar noch eine ganze Weile zappeln, aber im Januar 2016 war es schließlich soweit und ich bekam den Vertrag zugeschickt.
Inzwischen ist der Talawah Verlag meine zweite Familie geworden und Norman wie ein Vater für mich. Ich bin ihm wahnsinnig dankbar dafür, dass er mir und meinem Buchprojekt eine Chance gibt. Danke Norman!
„slightsmile“-Emoticon

9. Das klingt nach einem wundervollem Verlag und Verleger :) Ich denke sowas wünscht sich jeder Autor. Gerade wenn man sein erstes Werk veröffentlicht und vielleicht noch etwas unsicher ist. Ich freu mich für euch beide. Hast du auch schon weitere Ideen?
Ja, die habe ich durchaus. Neben dem zweiten Teil der Malakhim - Trilogie schreibe ich an einer weiteren Urban-Fantasy Geschichte. Zurzeit konzentriere ich mich aber voll und ganz auf die Überarbeitung von Engelserwachen.

10. Dann hast du ja auch noch einiges zu tun, wenn das ganze eine Trilogie werden soll. Hast du sonst schon einen Plan für die Zukunft?
Nein, im Gegenteil. Ich lasse alles auf mich zukommen, denn ich habe gelernt, dass im Leben alles anders kommt, als man denkt. Das Einzige, was ich mir vorgenommen habe ist, den zweiten Teil meiner Geschichte zu Ende zu schreiben.
11. Ich denke, das ist genau die richtige Einstellung. Zu viel Planung geht meistens eh schief. Haha! Was ist dir besonders wichtig im Leben?
Der Glaube zu Gott, denn er gibt mir Halt, Geborgenheit und Stärke.
Meine Familie, weil sie es ist, die mich auffängt und aufbaut, wenn ich am Boden liege oder es mir schlecht geht. Meine Familie kennt mein wahres Ich, all meine Schwächen und Fehler, und liebt mich trotzdem.
Freunde. Weil sie dich in dem stärken, was du vorhast.
Bescheidenheit. Es ist wichtig dankbar zu sein für die kleinen Dinge im Leben, denn nichts ist selbstverständlich. Was man heute hat, kann man morgen verlieren. Alles ist vergänglich. Deshalb sollte man stets mit einem Lächeln durch das Leben gehen. Solange wir atmen, gesund sind, genug zu essen, ein Dach über dem Kopf, Familie und Freunde haben, die hinter uns stehen, sind wir reicher als wir glauben
„slightsmile“-Emoticon

Danke für das tolle Interview, liebe Jacquline! Es war mir eine große Freude, deine Fragen zu beantworten.

Dein Schlusswort ist besonders schön und da möchte ich dir voll und ganz Recht geben!! Auch mir war es eine große Freude und Ehre, dich besser kennenlernen zu dürfen. Ich hoffe, wir werden noch ganz viel von dir und dem Talawah Verlag hören. :)

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Und morgen geht es mit unserer Reise zusammen mit Hawa und "Engelserwachen" auch schon weiter, also nicht verpassen!!

Kommentare:

  1. Huhu,
    sehr schönes Interview oder eher Gespräch zwischen euch beiden. Jetzt bin ich aber qirklich gespannt auf das Buch und die Autorin scheint wirklich nett zu sein ^^
    Es ist toll neue Autoren kennenzulernen das is eine sehr schöne Idee von dir :D

    Lg
    Justine von Bookmagic

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  2. Liebe Justine,
    dankeschön. das höre ich sehr gern und die liebe Hawa auch :) Auf ihr Buch bin ich mittlerweile selbst total gespannt...ich hoffe du schaust die nächsten 2 Tage vorbei, denn dann gibt es noch mehr tolle Infos :)

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